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Wintersonnenwende                                  

Wintersonnenwend-Meditation vom 19.-21.12.2025

 

Die Wintersonnenwende ist für uns immer eine ganz besondere Ankerpunkt im Jahr. Seit wir begonnen haben, uns mehr am astronomischen Jahreskreis zu orientieren, markiert für uns diese Zeit immer weniger den üblichen Weihnachtsrummel, sondern viel mehr den Beginn einer Zeit der Einkehr und der Raunächte, der Zeit im Jahr, wo alles innehält und zur Ruhe kommt, wenn wir es nur beabsichtigen und zulassen. Es ist die die Zeit der Rekapitulation und Ausrichtung – wo stehe ich, was habe ich erreicht, was beabsichtige ich im kommenden Jahr, was ist meine Vision, wo möchte ich gerne hin? Braucht es Korrekturen? Hat mein Weg Sinn und Herz?

Was macht es eigentlich so besonders zu den Zeiten der Jahreskreisfeste zu meditieren?
Warum ist es bedeutsam, zum Beispiel den 21.12. und den 21.6. zu feiern und nicht den 24.12. oder 24.6. (das von der Kirche, dem exoterischen Christentum, festgelegte Weihnachts- und Johannisfest)?

Wir leben schon immer in einem Feld grosser Energien, in einem Feld von kosmischen Energien, in einem Feld von einer für uns unfassbaren Bewusstheit, dass als Signatur die freie Wahl/ Freiheit trägt.

Dieser auch als Nullpunktfeld oder vereinheitlichtes Feld bezeichnete Zustand kann, etwas unbeholfen und in Ermangelung einer besseren, vielleicht poetischen Beschreibung, als unendlich liebevolle Intelligenz, als umfassende Präsenz bezeichnet werden.
In diesem Feld zu leben und von ihm durchdrungen zu sein, ist unser Geburtsrecht und liegt jeder Evolution und jeder Manifestation zugrunde.

Es ist unsere freie Wahl, sich dieser Schwingung anzuschliessen, sie zu SEIN oder uns Stück für Stück aus ihr zu entfernen. Auch wenn faktisch zwischen dem 21.12. oder 21.6. und dem 24.12. oder 24.6. «nur» vier Tage liegen, kommt darin doch eine vollkommen entgegengesetzte Haltung zum Ausdruck, der Unterschied zwischen Freiheit und Freiwilligkeit auf der einen Seite und Kontrolle, Unterdrückung und Machtmissbrauch auf der anderen.

Das Fest der Wintersonnenwende hat schon immer eine besondere Faszination für uns Menschen bedeutet, mit seiner Einladung in die Geheimnisse der Dunkelheit einzutauchen und in der Dunkelheit besonders intensive spirituelle Erfahrungen machen zu können. Der Winter und die Dunkelheit bieten uns Entschleunigung, Rückbesinnung und eine Reise ins Unbekannte. Diese Form des Rückzugs hat eine lange spirituelle Tradition. Seit Jahrtausenden wird sie in vielen Kulturen genutzt, um jenseits der Ablenkungen des täglichen Lebens Erkenntnisse zu vertiefen, in innere Schichten des Selbst vorzudringen und Stille zu erfahren.

In dem biologischen Entwicklungs- und Reifungsprozess von Kindern verändern sich die vorherrschenden Frequenzen von Gehirnwellen mit zunehmendem Alter von Delta über Theta zu Alpha und schliesslich Beta. Auf dem Weg der Meditation verändern sich die Gehirnwellenaktivitäten in umgekehrter Reihenfolge und für die Mystiker auch in den Gammabereich hinein. Jede Nacht durchlaufen wir – bei gesundem Schlaf – ebenfalls genau diese Phasen der Verlangsamung. Tiefe Deltawellen entsprechen im Schlaf einem unbewussten «erleuchteten» Zustand. Gemäss dieser Analogie könnten wir Erleuchtung als einen andauernden Zustand von Deltawellen im Gehirn bei gleichzeitiger vollständiger Bewusstheit beschreiben.
Dies möge verdeutlichen, dass der Kern von Erleuchtung in uns allen gegeben ist!!!

Wenn wir uns in einem Zustand langsamerer Gehirnwellenaktivität befinden, dringen wir tiefer in die Innenwelt des Unterbewusstseins ein. Wiederholtes Üben macht uns mit diesen Bereichen des Geistes immer besser vertraut, wir bemerken, wie sich die einzelnen Gehirnwellenmuster anfühlen, in Alpha- oder Thetazuständen fühlen wir deren Kohärenz.

An unserem diesjährigen Wintersonnenfest werden wir die Meditation auf eine Weise unterstützen, die nach und nach die Gehirnwellenmuster verlangsamt.

Die Meditation in der dunkelsten Zeit des Jahres unterstützt uns darin, die Aufmerksamkeit von den Dingen (Menschen, Orten, Sachen), von den damit verbundenen Emotionen (der Sucht etwas besitzen oder haben zu wollen und der Angst, den Besitz, die Zuwendung, die Liebe zu verlieren) und von einem zeitgebundenen Erleben abzuziehen.

Erst auf der Ebene des Unterbewusstseins können wir grundlegende Veränderungen oder besser gesagt Erweiterungen verankern. Erreicht eine Einsicht, eine Vision, ein Kraftsatz nicht das Unterbewusstsein, ist diese Einsicht nicht mit entsprechenden Emotionen wie Freude, Zufriedenheit, Gelassenheit und Annahme verbunden und auf der Ebene des Autonomen Nervensystems mit Sicherheit, Entspannung und Balance verknüpft, hat der Prozess keinen transformativen Charakter.

In der transpersonalen Psychologie werden vier verschiede Phasen der Meditation beschrieben.
Die psychologische Ebene, der Zustand des Zeugen, die subtile und kausale Ebene, sowie die non-duale Ebene. Der Übergang von der Dualität in die Einheit, vom Beobachter zum Schöpfer ist vom Übergang aus dem sichtbaren Licht in die Dunkelheit gekennzeichnet, da sich nur die Welt der Materie und des sichtbaren Lichts auf polare Frequenzen von Elektronen, Positronen und Photonen gründet. Jenseits davon liegt das Wirkfeld der Quantenphysik.

Hier zeigt sich das Leben nicht über Licht, sondern über Qualitäten wie Dankbarkeit, Wertschätzung, Liebe, Freiheit, Glückseligkeit und Ganzheit.

Auf der kausalen Ebene werden wir zu Mitschöpfern, zu einer ausgerichteten Wirkkraft, die energetische Prozesse von der feinstofflichsten Ebene bis zur Manifestation begleitet. Umgekehrt nehmen wir den evolutionären Weg und lösen weitestgehend die Persönlichkeit in einen körperlosen, zeitlosen Zustand reinen Gewahrseins auf, bis wir von einem Zustand von Niemand – Nichts- Nirgendwo und Zeitlosigkeit zu einem Jeder – Alles- Überall und Jederzeit werden.
   
Anmeldung und Fragen an stmhanke@yahoo.de